Vorbereitung
 

 

Vorbereitung und Behandlung des Fasses
Herstellung und Pflege der Eichenfässer von der Fassbinderei Kalina


Vorbereitung des Fasses für den sofortigen Einsatz

Methode A:

  1. Füllen Sie das Fass vollständig mit kaltem Wasser!
  2. Lassen Sie das Fass 48 Stunden lang voll vom Wasser!
  3. Entleeren Sie das Fass, spülen Sie es noch einmal mit klarem Wasser aus und lassen Sie es trocknen!

Methode B:

  1. Füllen Sie etwa 20 Liter (5 Gallonen) sehr heißes Wasser (80°C/175°F) ins Fass!
  2. Halten Sie das Fass vertikal, drehen Sie es um seine Achse und drehen Sie das Fass mindestens zweimal vollständig um!
  3. Drehen Sie das Fass auf seine Seite, schaukeln Sie es von einer Seite bis die andere und so drehen Sie das Wasser im Fass möglicherweise rundherum! Wiederholen Sie es, bis das Fass eine völlige Umdrehung macht! Schließlich ziehen Sie den Stecker aus dem Fass und lassen Sie es trocknen!

Hinweis: Beim Schritt 2 und 3 ist die Verwendung des Silikon-Steckers wesentlich.


Was ist zu tun, wenn das Fass undicht ist?

  1. Entleeren Sie das Fass vollständig und lassen Sie es trocknen ca. 1 Stunde mit dem Loch des Fasses zum Boden gedreht!
  2. Testen Sie das Fass nach der Methode B! Verfahren Sie nach dem Absatz Vorbereitung des Fasses für den sofortigen Einsatz!
  3. Entleeren Sie das Fass gründlich einmal mit frischem Wasser und lassen Sie es trocknen!

Hinweis: Wenn das Leck weiter läuft oder bei der Verwendung des Fasses wieder auftritt, wenden Sie sich an ihrer Händlerin oder rufen Sie den Hersteller Gábor Kalina an: 0670/7748842


Im Fall längerer Lagerung der Behältern

  • Lassen Sie das Fass in der Plastikverpackung!
  • Lagern Sie das Fass in einem Raum, der den folgenden Bedingungen entspricht:
    • Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft liegt etwa um 70-80%. • Schützen Sie das Fass vor dem Luftzug!
    • Nur wenig Belichtung oder ein lichtdichtes Lagerhaus als bester Speicherplatz.
    • Überdecken Sie das Fass mit einer Plane um überschüssiges UV-Licht zu vermeiden!
  • Nach längerer Lagerzeit vorbereiten Sie das Fass für die Benutzung nach Methode A oder B!


Lagerung und Vorbereitung von Weinfässern bei ihrer Verwendung

Methode A:

  1. Spülen Sie das Fass dauernd mit kaltem Wasser, bis das Wasser sauber bleibt!
  2. Setzen Sie das Fass mit dem Loch des Fasses zum Boden, bis es sich völlig abtrocknet.
  3. Verbrennen Sie 20-30 Gramm oder eine ganze Stange Schwefel pro Fass, stopfen Sie das Fass zu und wenn es erforderlich ist, führen Sie dieses Verfahren regelmäßig durch!

Methode B:

  1. Beginnen Sie die Fassspülung mit kaltem Wasser, dann gießen Sie sehr heißes Wasser ((80°C/175°F) ins Fass, bis das Wasser sauber bleibt.
  2. Drehen Sie das Loch des Fasses zum Boden, dann lassen Sie es vollständig abtrocknen!
  3. Verbrennen Sie 20-30 Gramm oder eine Stange Sulfur pro Fass und stecken Sie das Fass zu. Wiederholen Sie das regelmäßig, wenn es nötig ist!

Hinweis: Unsere Fässer werden ohne Schwefelung transportiert.


Bitte die oben aufgezählten Anweisungen einzuhalten!



Die verschiedenen Fass-Ausbrennungs-Methoden

Die Fässer werden in verschiedenen Brennungs-Stufen gebrannt, so dass die Verbraucher unterschiedliche Aromen durch die Behälter erhalten können. Unsere Partner können nach ihren Bedürfnissen unter den Fässern von Light, Medium, Medium+ oder Heavy Brennungstyp wählen.

Achtung! Jedes Fass wird am Feuer gebogen. Das Fass wird nach dem Biegeprozess wieder auf das Feuer gestellt, so hängt der Röstgrad des Fasses von der Wirkung der dort verbrachten Zeit und Temperatur ab.

Leicht Brennen (LT) Light: von 180 bis 200°C/30 Min.- Verfärbung der Dauben 0-3 mm

Light heißt, dass bei milder Toastung relativ viel Gerbsäure im Holz bleibt, so erscheinen stärkere, saurere Aromen und kräftigerer Geschmack im Wein. In diesem Fall ist der Holz-Geschmack der deutlichste. Im leicht getoasteten Fass entwickelt sich der Geschmack des Weines manchmal nach Wildpflaume, Quitte, grünes Gras, leicht nach Stachelbeere und manchmal zu bitterem Geschmack.

Die Erfahrungen des Böttchermeisters: mild verbrannte Weinfässer ergeben keinen leicht trinkbaren Wein. Die Tannine und Säuren brennen nicht aus, so gerät der Wein oder Most in eine direkte Reaktion mit dem Holz, er löscht die Säuren und Tannine direkt aus dem Holz und mischt sie in den Wein. So ist dieser Typ für einen Wein mit starkem Säuregehalt nicht zu empfehlen, weil es den Wein übersäuert. Wir müssen bei diesem Verbrennungstypen des Fasses sehr vorsichtig und behutsam verfahren.

Mittlere Toastung (M) Medium: von 200 bis 220°C/40 Min.- Verfärbung der Dauben 2-4 mm

Es funktioniert ähnlich wie Staatspapiere. Man kann damit nicht allzu sehr daneben greifen. Sicher und komfortabel zu bedienen mit wenig Risiko. Bei Medium Brennung bleibt weniger Tannin, erscheint jedoch mehr Aroma und Duft im Wein und zeigt sich mehr Geschmack und Geruch. Das Medium Rostied Eiche schenkt dem Wein einen warmen, süßen Charakter mit Schwerpunkt auf starken Vanillen Geschmack.

Die Erfahrungen des Böttchermeisters: es ist die am häufigsten verwendete Röst-Methode. Stabil, High Volume, es ermöglicht eine ausgeglichene Qualität zu produzieren, deshalb kann den Winzern ein relativ einfacher, gut definierter und angenehmer Wein hergestellt und angeboten werden.

Stark Mittel-Brennen (M+) Medium+: von 200 bis 220 °C/50 Min. – Verfärbung der Dauben 3-6 mm

Als Medium ist es ein starker Brand. Die Flamme und die Hitze färbt das Holz tiefer als bei den anderen Typen, so wird das Eichenholz im Durchschnitt etwa 3-6 mm verfärbt. Seine Aromen schmecken nach Honig, gerösteten Erdnüssen mit einem winzigen Kaffeegeschmack. Ideal für dunklere Rotweine. Beliebte Art der Verbrennung bei den Winzer und Winzerinnen, was ich gut verstehen kann.

Die Erfahrungen des Böttchermeisters: gute Alterungsbeständigkeit. Der Winzer braucht bei diesem Brennungstyp unbedingt Lust zum Experimentieren. Die Qualität des Weines hängt von der Art des Traubenmosts ab.

Lange Brenndauer (HT) Heavy: 280-300°C/60 Min.- Verfärbung der Dauben 5-9 mm

Das ist der stärkste und längste Toastungstyp speziell für karamellisierte, kandierte und getrocknete Früchte. Rauchige Aromen zeigen sich sehr schnell, so ist es nicht notwendig den Wein für lange Zeit im Fass zu halten. Am besten passt es zu ziemlich großen, kühnen Rot- und Weißweinen. Interessant ist, dass bei diesem Brennungstyp die meisten Früchte, Aromen und Düfte im Wein bleiben. Dieses Fass trägt zur Klärung des Weines am meisten bei, da sich Aktivkohle auf der Innenwand des Fasses befindet, die ihm eine gute Homogenität sichert. Aufgrund der Mikrooxidation führt es zu einer Perfektion des Weines. Dieses Eichenfass verfügt über das niedrigste Säuregefühl. Beim diesem Typ sind am wenigsten spürbar die Eigenschaften des Holzes im Wein. Er macht den Nektar auf elegante Weise seidig.

Die Erfahrungen des Böttchermeisters: für mich bietet dieser Fass-Typ die spannendste kulinarische Köstlichkeit. Er benötigt ausreichende Phantasie und Mut. Er steht meinem Herz am Nächsten, weil hier das Feuer tatsächlich brennt. Wenn Sie das möchten, dass diese dynamische Energie erfahrbar wird, dann ist dies die richtige Art vom Fass!

Die Erfahrungen des Böttchermeisters über die Brennungstypen im Allgemeinen:
Brennen ist für mich immer eine große Freude. Da kann man sich nicht langweilen, weil es der schönste Moment im Lauf der Herstellung des Fasses ist. Ich liebe es die Wärme des Feuers an meinem Gesicht und auf meinen Hände zu fühlen, das Knistern des Feuers zu hören und zu sehen, wie die Funken in einem wilden Tanz in den Himmel aufsteigen. Allerdings sind Hysterie und Mystik über Toastungstypen nichts für mich und die älteren Fassbinder würden mit der folgende Aussage einverstanden sein: es ist alles ein großer Quatsch! Das Elend kommt von den Franzosen. So konnten sie für ein Eichenfass viel höheren Preis verlangen. Natürlich können wir den Herausforderungen der modernen Zeit entsprechen und es ist leicht zu verwirklichen. Die gute, hohe Qualität hängt nicht von dem Toastungstyp ab, sondern:
Wir müssen eine sehr hohe Qualität von Eichenholz benutzen. Lassen wir es 2-3 Jahren lang trocknen und fürchten wir nicht vor dem ordentlichen Feuer! Fügen wir eine sehr bewusste Technologie dazu, so erhalten wir zuverlässige und gute Fässer. Alles andere ist nur ein Märchen!

   
   
         
   
   
   
– Kalina Fassbinder –
 
 
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